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Kirchenchor Göflan
Kirchenchor St. Martin Göflan
Mitglieder
Sopran: Christine Alber, Sieglinde Altstätter,
Renate Dietl, Maria Gurschler,
Marianne Gurschler, Christine Stecher,
Heidi Wielander
Alt: Helene Alber, Judith Alber,
Hildegard Astfäller, Susanne Platzgummer
Tenor: Werner Kuntner, Stefan Tumler
Bass: Markus Joos, Florian Tumler
Chorleiter: Wolfgang Mair
Martinimesse
Diese Messe ist ein Auftragswerk des Kirchenchores St. Martin
Göflan und enthält neben der Würdigung des Kirchenpatrons,
Bischof von Tours auch Bezüge zum Dorf selbst. Text und Musik sind
inspiriert am Hochaltar und am ehemaligen Flügelaltar aus dem Jahr
1476. Die Abbildungen des Heiligen als Soldat mit Bettler an der
Mittelfigur, sowie als Bischof in den acht spätgotischen Relief- und
Bildtafeln sind den Messgesängen zugeordnet. Stationen aus dem
Leben des Patroziniumsheiligen wie Mantelteilung, Jesusvision,
Umkehr zu Gott, Ernennung zum Bischof, Auspeitschung, Totenerweckung,
Blindenheilung, überfall und Begegnung mit dem Teufel
sind in der gesamten Messvertonung enthalten. Der Komponist hat
dazu eigene Verse in den liturgischen Ordinariumstext eingeflochten,
welcher diesbezüglich einzigartig ist. Der auch für Lateiner
schwer verständliche Text enthält eine tiefere theologische Symbolik
mit christlichen Gedanken wie Umkehr, Hilfsbereitschaft und Liebe.
Die Musik ist sehr persönlich und bedient sich einer Tonsprache,
die sehr direkt auf den Zuhörer wirkt. Alle Teile sind stilistisch und
formal unterschiedlich; es gibt keine motivischen Zusammenhänge
und trotzdem ist die musikalische Qualität hochwertig und zeitlos.
Am 11. November 2000 konnte der Chor das Eingangslied erstmals
singen. Es war der Anfang einer langjährigen Entstehungsgeschichte
unserer Martini - Messe für gemischten vierstimmigen Chor und
Orgel, die heute am 18. April 2010 im Gedenken an den geschätzten
Komponisten zur Aufführung kommt.
Zum Komponoisten
Geboren in Ludwigshafen, Hum.
Gymnasium Neustadt Pfalz. 1. und
2. Staatsexamen für das Lehramt
am Gymnasium in Musik und
Theologie, A-Examen (Orgel bei
Prof. K. Hochreither); Komposition
bei Prof. M. Kelemen, A- Kantor in
Berlin-Wedding (Nazarethkirche);
Konzertreisen
nach Norwegen,
Schweden, Holland, Finnland,
Polen, Italien, Ungarn und Israel. Hymnologische Forschung und
Vortragsarbeit über Th. Müntzer; (Intern. Kongress für Hymnologie,
Bonn 1996); Mitwirkung als Gastdozent bei der Internationalen
Orgelakademie Schloss Goldrain; Aufbau des Kammerchores voces
bacches Nazareni und der Kontemplativen Orgelmusiken.
Der Künstler Werner Seitz war gewiss einigen Mitbürgern in der
Gemeinde bekannt und ist mit dem Ort in spezieller Weise verbunden
durch den tragischen Autounfall 1960 in Kortsch bei den Drei
Kreuzen, wo sein Vater unschuldig ums Leben kam. Von der Bevölkerung
hat er damals als zwölfjähriger Junge viel Trost und Mitgefühl
erfahren, besonders im Krankenhaus vom Pfarrer Georg Tumler
oder auch manch moralische Unterstützung bei der nachfolgenden
Gerichtsverhandlung in Bozen.
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